Aktuelles und Veranstaltungen

Postkartenaktion vom Frauenbündnis zur Kommunalwahl 2024

Das Frauenbündnis RLP hat zur Kommunalwahl im Juni 2024 wieder Postkarten entworfen. Die Postkarten sollen darauf aufmerksam machen, dass Frauen insbesondere in der Kommunalpolitik unterrepräsentiert sind. Das Frauenbündnis fordert so mehr politische Teilhabe von Frauen. Die Postkarten können beim Frauenzentrum unter fz(at)frauenzentrum-mainz.de bestellt oder zu den Sprechzeiten abgeholt werden (auch in größeren Mengen). 


„Wir wollen eine Landesarbeitsgemeinschaft gründen!“

So lautete der einstimmige Beschluss, zu dem die rheinland-pfälzischen Frauenbeauftragten aus Werkstätten und Wohnheimen der Behindertenhilfe bei ihrem Vernetzungstreffen am 31.10. in Mainz kamen.

Die mehr als 20 anwesenden Frauenbeauftragten setzten damit das Ziel der Tagung praktisch um, denn die Veranstaltung drehte sich vor allem um die Vernetzung der Frauenbeauftragten. Ein weiteres Ziel der Veranstaltung war außerdem, die Frauenbeauftragten zu stärken und für ihr Amt zu empowern. Eingeladen zu dieser Vernetzungstagung hat KOBRA, die Koordinations- und Beratungsstelle für Frauen und Mädchen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz beim ZsL Mainz.

Heike Jung, Abteilungsleiterin des Bereichs Frauen im Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration, betonte in ihrem Grußwort zu Beginn den wichtigen Stellenwert der Frauenbeauftragten und ihrer Arbeit für Frauen in Einrichtungen der Behindertenhilfe. Christina Nedoma vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung stellte in ihrem Grußwort in Leichter Sprache heraus, warum Frauenbeauftragte unter anderem beim Gewaltschutz eine so wichtige Rolle spielen: „Frauenbeauftragte können helfen, dass es Frauen mit Behinderungen gut geht. Dass Frauen mit Behinderungen keine Gewalt erleben. Frauenbeauftragte können Gewalt in Einrichtungen verhindern und Frauenbeauftragte machen Mut zum Mut haben.“ Die neue Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Ellen Kubica, verspricht: „Ich möchte Frauenbeauftragte und Frauen mit Behinderungen allgemein in ihren Rechten unterstützen und mich darum kümmern, dass sie vor Gewalt geschützt werden“.

Frauenbeauftragte stoßen in ihrem Alltag oftmals auf Probleme, ihre Arbeit auch auszuführen, wie an diesem Tag immer wieder deutlich wurde. Diese Probleme entstehen zum einen durch unklare gesetzliche Bestimmungen für Frauenbeauftragte in Wohnheimen. Zum anderen mangelt es bei Verantwortlichen in den Einrichtungen an Bewusstsein für die Wichtigkeit der Funktion der Frauenbeauftragten, so das Fazit der Beteiligten. Olga Hübner, die Projektleitung von KOBRA, sagt: „Die gesetzliche Verpflichtung der Einrichtungen zum Gewaltschutz, die seit 2021 besteht, stärkt zwar theoretisch den Status der Frauenbeauftragten in ihrer Praxis. Aber KOBRA muss leider immer noch feststellen, dass beispielsweise eine konsequente Beteiligung der Frauenbeauftragten bei der Erstellung von Gewaltschutzkonzepten noch lange nicht üblich ist. Die Politik muss die Lücke im Gesetz schließen und klare rechtliche Rahmenbedingungen für Frauenbeauftragte in Wohnheimen festlegen. Unabhängig davon sollten Verantwortliche in Wohnheimen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen aber auch endlich die Wichtigkeit der Frauenbeauftragten anerkennen, sowohl für die Gleichberechtigung als auch den Gewaltschutz.“

Der Schritt, eine Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Frauenbeauftragte in Einrichtungen zu gründen, soll helfen, gemeinsam mehr erreichen zu können. Hier gibt es bereits Vorbilder wie das Bundesnetzwerk der Frauenbeauftragten „Starke.Frauen.Machen e.V.“. „Gründet eine LAG, damit auch ihr euch politisch gut vertreten könnt in eurem eigenen Bundesland!“ rät Nicole Burek, die im Vorstand von „Starke.Frauen.Machen e.V.“ ist, den Frauenbeauftragten aus Rheinland-Pfalz in ihrem Vortrag. Sie liefert damit - neben der Vernetzung der Frauenbeauftragten untereinander - einen weiteren Grund für eine LAG. 
KOBRA wird den Gründungsprozess der LAG Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe auch in Zukunft eng begleiten und sich somit sowohl für die Vernetzung und das Empowerment von Frauenbeauftragten als auch für mehr Gewaltschutz in Einrichtungen der Behindertenhilfe stark machen. 
Mehr Infos zu uns finden Sie auch auf der Seite Frauenbeauftragte.


Inklusiver Wendo Kurs im ZsL Mainz vom 30.09. – 01.10.2023

Wendo – der Weg der Frauen – ist Selbstverteidigung und Selbstbehauptung für Frauen und Mädchen. Der Name ist eine Kombination aus „wen“, einer Abkürzung des englischen Wortes für Frauen (women) und „do“, japanisch für Weg. Es handelt sich dabei nicht um eine Kampfsportart, sondern um eine präventive Maßnahme zum Schutz vor Gewalt.

Die Frauen von Kobra, der Koordinations- und Beratungsstelle für Frauen und Mädchen mit Behinderungen im ZsL Mainz haben deshalb einen inklusiven Wendo Kurs mit der Trainerin Anke Thomasky organisiert, der am letzten Septemberwochenende in den Räumen des ZsL Mainz stattfand.

Neun bunt gemischte Frauen fanden sich also samstagmorgens im großen Konferenzraum ein, um ein spannendes und lehrreiches Wochenende gemeinsam zu verbringen. Immer mit dabei: die Tigerin – ein Stofftier, das die innere Stärke der Frauen symbolisieren soll und Kraft und Mut verleiht. Nach einigen Kennenlernspielen ging es auch schon direkt ans Eingemachte: Wir lernten, wie wichtig es ist, seine Stimme einzusetzen und klar und direkt zu kommunizieren, was man nicht möchte. Anke Thomasky zeigte uns einen praktischen Handgriff, mit dem wir Menschen auf Abstand halten können, die uns ungefragt zu nahekommen. Sollte das nicht ausreichen, können ein Faustschlag oder ein gezielter Tritt zum Einsatz kommen. Neben verschiedenen Methoden zur Selbstverteidigung zeigte uns die Trainerin auch einige Möglichkeiten, wie man einen Verfolger loswerden kann oder sich aus einem Würgegriff von vorne oder von hinten befreien kann.

Neben den eher körperbetonten Übungen, die wir immer gemeinsam mit einer Partnerin aus der Gruppe ausprobieren durften, gab es auch einige Rollenspiele, die immer wieder die Atmosphäre auflockerten und alle Teilnehmerinnen zum Lachen brachten. Eine von uns spielte dabei einen Mann, der eine blöde Bemerkung gegenüber einer Frau machte oder sich übergriffig verhielt, während eine andere Teilnehmerin demonstrierte, wie man als Frau in einer solchen Situation reagieren könnte. Insbesondere diese spielerischen Einlagen förderten die Solidarität innerhalb der Gruppe und unter Frauen generell.

Persönliches Highlight aller Teilnehmerinnen war aber sicherlich, dass wir alle ein ca. 16-18 mm dickes Holzbrett mit einem gezielten Handkantenschlag und begleitet von einem Kampfschrei in der Mitte durchschlagen durften, wie man das sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Anke Thomasky erklärte uns, dass das Holzbrett in etwa vier Mal so dick ist, wie das menschliche Nasenbein und machte uns somit deutlich, welche Kraft in jeder von uns steckt und was wir mit reiner Willenskraft alles erreichen können.

Ebenfalls zu Gast war Chantal Sanna vom Frauennotruf Mainz, die das Angebot der Fachstelle zum Thema sexualisierte Gewalt vorstellte und alle Fragen der Teilnehmerinnen hierzu beantwortete. Sie brachte einige Infomaterialien mit, die unter den Teilnehmerinnen verteilt wurden, um ihnen eine weitere Anlaufstelle mit an die Hand zu geben.

Alles in allem war es eine sehr schöne Zeit in angenehmer Atmosphäre und alle Frauen äußerten den Wunsch, gerne mal wieder bei einem Kurs dieser Art dabei sein zu dürfen. Wir haben viel gelacht, uns miteinander verbündet und gegenseitig unterstützt. Jede Frau konnte für sich einiges mitnehmen und ging mit einem deutlich sichereren Gefühl aus dem Kurs. Besonders toll war die Inklusivität des Angebotes, bei dem jede mitmachen konnte. So zeigte uns die Trainerin beispielsweise auch, wie man alltägliche Hilfsmittel wie einen Rollstuhl oder einen Blindenstock ebenfalls zur Selbstverteidigung einsetzen kann und dass es dafür keinerlei körperliche Grenzen gibt. Jede Frau kann sich auf ihre Weise selbst behaupten und selbst verteidigen.


Vernetzungs-Treffen für Frauen-Beauftragte am 31. Oktober 2023

Liebe Frauen-Beauftragte,
wir laden Sie herzlich ein.
Zu einem Treffen für Frauen-Beauftragte in Einrichtungen.

 

Warum treffen wir uns?


Die Frauen-Beauftragten in Rheinland-Pfalz sollen sich vernetzen.
Sie können andere Frauen-Beauftragte kennenlernen.
Sie können Ideen austauschen.
Sie können sich gegenseitig unterstützen.
Sie können Fragen an unsere Gäste stellen.
Das Treffen ist in Leichter Sprache.

Wo?

Erbacher Hof in der Stadt Mainz
Grebenstraße 24-26
55116 Mainz


Wann?


Am 31. Oktober 2023
Ankommen und Anmeldung: 9:00 Uhr
Beginn: 9:45 Uhr
Ende: 17:00 Uhr


Möchten Sie früher kommen?


Sie können schon am 30. Oktober kommen.
Wir treffen uns ab 19:00 Uhr bei den KOBRA-Frauen im ZsL Mainz.
Das ZsL Mainz ist in der
Rheinallee 79-81
55118 Mainz.
Wir essen abends zusammen.
Danach haben wir Zeit,
uns kennenzulernen.


Kommen Sie schon am Montag?
Brauchen Sie ein Zimmer?


Dann kreuzen Sie das in der Anmeldung an.
Wichtig: Ihre Einrichtung muss das Zimmer bezahlen.


Was kostet das Treffen?


Die Teilnahme an dem Treffen ist kostenlos.
Ihre Einrichtung muss Anreise und Übernachtung bezahlen.
Ein Zimmer kostet 87 Euro pro Nacht.


Anmeldung?


Wichtig: Anmeldung bis 25. Oktober 2023
Anmelde-Bogen bitte ausfüllen.
Das ist das Programm.